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Wer verlinkt auf meine Website? Drei Quellen

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Es gibt keine vollständige Liste. Niemand kennt alle Verweise auf eine Domain — auch Google nicht, jedenfalls nicht in dem, was es herausgibt. Jede Quelle zeigt einen Ausschnitt, und die Ausschnitte überschneiden sich nur teilweise.

Wer das weiß, hört auf, Zahlen zu vergleichen, und fängt an, die Liste zu lesen.

Quelle 1: Die Search Console#

Der Bericht „Links" zeigt die verweisenden Domains, die meistverlinkten eigenen Seiten und die häufigsten Linktexte.

Das ist die einzige Quelle, die aus Googles eigenem Bestand kommt — und damit die relevanteste, denn was Google nicht kennt, wirkt auch nicht.

Ihre Grenzen: Sie zeigt eine Auswahl, keine Vollständigkeit, und sie aktualisiert träge. Ein Verweis von gestern steht dort noch nicht.

Quelle 2: Fremde Werkzeuge#

Anbieter mit eigenem Crawler führen eigene Verzeichnisse. Sie finden regelmäßig Verweise, die die Search Console nicht zeigt — und umgekehrt.

Dass die Zahlen weit auseinandergehen, ist normal und kein Fehler. Verschiedene Crawler, verschiedene Zeitpunkte, verschiedene Regeln dafür, was als Verweis zählt. Wer zwei Werkzeuge vergleicht, vergleicht zwei Stichproben.

Der Backlink-Checker gehört in diese Gruppe.

Quelle 3: Die eigenen Protokolle#

Die unterschätzte Quelle. Jeder Klick auf einen Verweis hinterlässt im Server-Protokoll die verweisende Adresse — und das ist der einzige Weg, der zeigt, welche Verweise tatsächlich Menschen bringen.

Ein Verweis aus einem Forenbeitrag, der monatlich zwanzig Besucher schickt, steht in keinem Werkzeug weit oben und ist trotzdem wertvoller als hundert Einträge aus Verzeichnissen, auf die nie jemand klickt.

Dasselbe zeigt das Analysewerkzeug unter „Verweise" — mit der Einschränkung, dass es nur zählt, wer die Messung überhaupt lädt.

Was die Liste sagen soll#

Nicht „wie viele", sondern:

Passt der Verweis zum Thema? Einer von einer fachlich nahen Seite wiegt schwerer als zwanzig aus themenfremden Verzeichnissen.

Was steht im Linktext? „Hier klicken" trägt nichts. Der Name oder das Thema tragen. Und wenn plötzlich viele fremdsprachige Linktexte mit Glücksspiel- oder Arzneimittelbezug auftauchen, ist das ein Warnzeichen — entweder jemand baut unerwünschte Verweise auf, oder eine verlinkende Seite wurde übernommen.

Zeigt er noch irgendwohin? Verweise auf Seiten, die es nicht mehr gibt, verpuffen. Wie man die findet, steht unter Tote Links finden.

Wenn kaum etwas da ist#

Dann ist das der Normalzustand einer jungen Domain und kein Versäumnis. Verweise kaufen ist der eine Weg, der zuverlässig schadet — er ist erkennbar und wird abgewertet.

Was stattdessen trägt: etwas veröffentlichen, das jemand zitieren kann. Eine eigene Messung, eine Auswertung, ein Werkzeug. Verweise entstehen an Inhalten, die eine Zahl liefern, die es sonst nirgends gibt.

Und wer auf eine fremde Seite verlinkt?#

Dieselben Quellen, nur ohne die erste — die Search Console gibt es nur für die eigene Domain. Für die Einschätzung eines Wettbewerbers gilt deshalb dasselbe wie bei Besucherzahlen: Verhältnisse sind belastbar, Beträge nicht. Siehe Wie viele Besucher hat eine Website?