DSGVO

Jotform und die DSGVO

· 2 Min. Lesezeit

Mit Einwilligung und Vertrag zu betreiben. Ein Formularanbieter verarbeitet naturgemäß genau die Daten, die am ehesten heikel sind — und bei Jotform steht der Server in den USA.

  • Anbieter: Jotform Inc.
  • Zweck: Formulare
  • Setzt Cookies: ja
  • Einwilligung nötig: ja für die Einbettung

Was übertragen wird#

  • IP-Adresse
  • alle Formulareingaben
  • hochgeladene Dateien

Formulare auf Websites von Praxen, Kanzleien und Beratungen erheben oft Gesundheits- oder Mandatsdaten. Das sind besondere Kategorien nach Art. 9 beziehungsweise Berufsgeheimnisse — beides verträgt keine beiläufige Einbettung.

Was zu tun ist#

  • Prüfen, ob das Formular besondere Kategorien erhebt. Wenn ja, gehört es nicht zu einem Anbieter außerhalb der EU ohne eigene Prüfung.
  • EU-Speicherort wählen, wenn der Anbieter ihn anbietet.
  • Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen.

Wenn es auch ohne gehen soll#

  • Eigenes Formular
  • Formularanbieter mit EU-Speicherort

So findest du heraus, ob es auf deiner Seite läuft#

Im Browser Strg+U für den Quelltext, dann Strg+F nach form.jotform.com oder cdn.jotfor.ms. Ein Treffer genügt.

Das findet allerdings nur, was im ausgelieferten Quelltext steht — nicht, was ein Skript später nachlädt. Vollständig prüft der Datenschutz-Check: er lädt die Seite wie ein Browser und protokolliert jede Verbindung, die dabei entsteht.

Der Punkt, der bei Jotform übersehen wird#

Der Eintrag mit dem größten Unterschied zwischen Branchen: Für ein Kontaktformular eines Handwerkers ist es unkritisch, für einen Aufnahmebogen einer Praxis ist es ein anderer Fall.

Dieselbe Frage bei ähnlichen Diensten#

Das ist keine Rechtsberatung, sondern eine technische Einordnung: Wir messen, was eine Website überträgt, und geben den Stand wieder, soweit er uns bekannt ist. Ob dein Einsatz zulässig ist, hängt vom Einzelfall ab. Wie die Regeln zusammenhängen und was der Angemessenheitsbeschluss von 2023 geändert hat, steht auf der Übersicht zur Serie.