Search-Console-Property entfernen — und was dabei verloren geht
Eine Property aus der Search Console zu entfernen dauert drei Klicks. Der Grund, es trotzdem langsam zu tun: Was danach fehlt, kommt nicht zurück.
Was „entfernen" tatsächlich bedeutet#
Beim Entfernen einer Property wird deine Bestätigung aufgehoben und die Property aus deiner Übersicht genommen. Google löscht dabei nicht die gesammelten Daten von seinen Servern — aber du kommst nicht mehr heran.
Der entscheidende Punkt: Meldest du dieselbe Property später neu an, siehst du die alte Historie nicht wieder. Die Datenreihe beginnt bei null. Bei einer Property, die seit Jahren läuft, ist das der eigentliche Verlust — nicht der Zugang, sondern der Vergleichszeitraum.
Deshalb gilt: Vor dem Entfernen exportieren. Leistungsdaten für die letzten 16 Monate, den Indexierungsbericht, die Liste der Verweise. 16 Monate ist ohnehin alles, was die Konsole vorhält.
Wann das Entfernen falsch ist#
Du willst nur jemandem den Zugriff nehmen. Dafür gibt es Einstellungen → Nutzer und Berechtigungen. Dort entfernst du die Person; die Property und ihre Daten bleiben unberührt. Das ist der Normalfall bei einem Agenturwechsel und nicht dasselbe wie das Entfernen der Property.
Du hast zu viele Properties in der Liste. Unbenutzte Properties kosten nichts und sammeln im Hintergrund weiter Daten. Sie zu entfernen, um Ordnung zu schaffen, tauscht Übersicht gegen Historie — ein schlechter Handel.
Die Seite ist umgezogen. Dann brauchst du die alte Property gerade jetzt: für den Bericht über die Weiterleitungen und für das Adressänderungswerkzeug. Erst wenn der Umzug vollständig verarbeitet ist — üblicherweise Monate — wird sie entbehrlich. Der Ablauf steht in Website-Relaunch.
Wann es richtig ist#
- Die Domain gehört dir nicht mehr. Ein Kundenprojekt ist beendet, die Seite läuft weiter unter fremder Regie. Hier ist das Entfernen die saubere Übergabe.
- Die Property war ein Fehlgriff. Falsches Präfix, Tippfehler, eine Variante, die es nie gab.
- Doppelte Erfassung. Wenn eine Domain-Property alles abdeckt, sind die vier alten URL-Präfix-Properties überflüssig — aber siehe unten.
Der Sonderfall Domain gegen URL-Präfix#
Eine Domain-Property deckt alle Subdomains und beide Protokolle ab. Eine URL-Präfix-Property nur exakt ein Präfix.
Die Versuchung, nach dem Anlegen der Domain-Property die alten Präfix-Properties zu entfernen, ist groß. Zwei Gründe, es nicht zu tun:
- Die Historie der Präfix-Property reicht weiter zurück als die neue Domain-Property.
- Berichte je Subdomain sind in der Domain-Property zwar filterbar, aber umständlicher. Wer
shop.undwww.getrennt beobachten will, ist mit den einzelnen Properties besser bedient.
Nebeneinander laufen zu lassen kostet nichts.
Der Vorgang#
- Property auswählen.
- Einstellungen links unten.
- Property entfernen, bestätigen.
Bei einer Domain-Property bleibt der DNS-Eintrag bestehen — den solltest du separat entfernen, wenn du die Bestätigung wirklich beenden willst. Bei einer HTML-Datei oder einem Meta-Tag gilt dasselbe: Solange das Merkmal auf der Seite liegt, kann die Property jederzeit neu bestätigt werden.
Was du vorher noch brauchst#
Wenn Analytics mit dieser Property verknüpft ist, geht die Verknüpfung mit verloren; wie sie wieder aufgesetzt wird, steht in Google Analytics mit der Search Console verbinden. Eingereichte Sitemaps und ihre Berichte verschwinden ebenfalls — beim Neuanlegen ist die Sitemap wieder einzureichen.
Und ein letzter, unspektakulärer Rat: Trag den Grund irgendwo ein. In sechs Monaten fragt jemand, warum die Property fehlt, und die Antwort „weiß nicht mehr" ist teurer als die Notiz.