Google Analytics mit der Search Console verbinden
Search Console und Analytics messen verschiedene Hälften derselben Sache. Die eine weiß, wonach jemand gesucht hat und ob er geklickt hat. Die andere weiß, was danach passiert ist.
Verknüpft man beide, schließt sich die Lücke — allerdings nur an einer schmalen Stelle.
Was die Verknüpfung bringt#
Zwei zusätzliche Berichte in Analytics, und mehr ist es nicht:
„Suchanfragen" — die Suchbegriffe aus der Search Console, mit Impressionen, Klicks und Position, im Analytics-Bericht.
„Organische Google-Suche" — Landingpages mit Suchdaten und Verhaltensdaten in derselben Zeile: Klicks, Position, Sitzungen, Interaktion, Conversions.
Der zweite ist der eigentliche Grund für den Aufwand. Er beantwortet die Frage, an der beide Werkzeuge einzeln scheitern: Welche Suchbegriffe bringen Besucher, die auch etwas tun?
Eine Seite mit vielen Klicks und schlechter Verweildauer ist etwas anderes als eine mit wenigen Klicks und hoher Abschlussrate — und diese Unterscheidung entscheidet, wo Arbeit sich lohnt.
Die Voraussetzungen#
Bevor du anfängst, drei Dinge, an denen es üblicherweise scheitert:
- Bearbeitungsrechte in der Analytics-Property.
- Inhaberrechte — nicht nur Leserechte — für die Search-Console-Property. Ein Nutzer mit eingeschränktem Zugriff kann nicht verknüpfen.
- Beide Konten unter derselben Anmeldung. Sonst siehst du die Property in der Auswahlliste gar nicht erst.
Der Ablauf#
- In Analytics auf Verwaltung.
- In der Property-Spalte Search Console-Verknüpfungen.
- Verknüpfen, Property auswählen, Datenstream auswählen, bestätigen.
Der Datenstream ist der Schritt, den man übersieht: Eine Analytics-Property kann mehrere haben, verknüpft wird aber genau einer. Nimmst du den falschen, bleiben die Berichte leer.
Danach: die Berichte sind unsichtbar#
Ein Detail, das regelmäßig für die Annahme sorgt, die Verknüpfung habe nicht funktioniert: Die beiden Berichte erscheinen nicht von allein in der Navigation.
Sie müssen über Berichte → Mediathek veröffentlicht werden. Dort liegt eine Sammlung „Search Console", die zunächst unveröffentlicht ist. Erst nach dem Veröffentlichen taucht sie links auf.
Dazu kommt: Daten erscheinen frühestens nach 24 bis 48 Stunden.
Warum die Zahlen nicht zusammenpassen#
Sie werden nie exakt übereinstimmen, und das ist kein Fehler. Die Gründe:
| Ursache | Wirkung |
|---|---|
| Search Console zählt Klicks im Suchergebnis, Analytics Sitzungen auf der Seite | Abbrüche vor dem Laden fehlen bei Analytics |
| Analytics braucht die Einwilligung des Besuchers | ohne Zustimmung keine Sitzung, aber sehr wohl ein Klick |
| Werbeblocker | blockieren Analytics, nicht die Search Console |
| Canonical-Zuordnung | Search Console rechnet auf die kanonische Adresse, Analytics auf die aufgerufene |
| Zeitzonen | die beiden Werkzeuge schneiden den Tag unterschiedlich |
In der Praxis liegt die Search Console fast immer höher. Wenn der Abstand sehr groß ist, lohnt ein Blick auf das Einwilligungsbanner — es ist der häufigste Grund und einer, der auch die Ladezeit betrifft, siehe Core Web Vitals testen.
Was die Verknüpfung nicht liefert#
Keine zusätzlichen Suchbegriffe. Es sind dieselben Daten wie in der Search Console, nur an anderer Stelle. Wer mehr Begriffe sehen will, kommt an die Grenze der Search-Console-Oberfläche und braucht die API.
Keine Verknüpfung auf Nutzerebene. Du kannst nicht sehen, welcher einzelne Besucher über welchen Begriff kam. Die Daten bleiben aggregiert — das ist datenschutzrechtlich so gewollt.
Keine rückwirkenden Daten. Die Berichte beginnen mit dem Tag der Verknüpfung.
Wer schnell einen Überblick über die eigene Sichtbarkeit braucht, ohne beides einzurichten, findet ihn in der Sichtbarkeitsanalyse; für die Positionen einzelner Begriffe gibt es den Ranking-Tracker.
Und wenn die Property verschwindet#
Wird die Search-Console-Property entfernt, bricht die Verknüpfung. Was dabei sonst noch verloren geht, steht in Search-Console-Property entfernen.