DSGVO

Cookie-Banner für WordPress: drei Plugins

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Bei WordPress ist die Auswahl klein und die Entscheidung trotzdem nicht leicht — weil die drei verbreiteten Plugins dasselbe versprechen und es unterschiedlich gut halten. Der Unterschied liegt nicht in der Optik des Banners, sondern darin, was passiert, bevor jemand geklickt hat.

Warum bei WordPress mehr schiefgeht als anderswo#

Ein WordPress mit fünfzehn Plugins lädt Dinge, von denen der Betreiber nichts weiß. Ein Seitenbaukasten bringt seine eigenen Schriften mit, ein Formular-Plugin ein Captcha, ein Galerie-Plugin ein Skript von einem fremden Server. Nichts davon steht in einer Liste, die jemand pflegt.

Deshalb ist das entscheidende Merkmal eines Consent-Plugins nicht die Zahl der Dienste, die es kennt, sondern ob es unbekannte blockieren kann.

Die drei#

Borlabs Cookie ist in Deutschland am weitesten verbreitet und dementsprechend gut dokumentiert. Es blockiert vorab, kennt die üblichen Dienste vorkonfiguriert und lässt sich für eigene Skripte erweitern. Kostenpflichtig, ohne kostenlose Fassung — der Preis ist der Hauptgrund, warum Leute nach Alternativen suchen.

Real Cookie Banner blockiert ebenfalls vorab und bringt eine große Liste vorkonfigurierter Dienste mit. Es gibt eine kostenlose Fassung mit begrenzter Dienstzahl. Der Ansatz ist gründlicher als bei Borlabs — auch aufwendiger einzurichten.

Complianz führt durch einen Fragebogen und erzeugt daraus nicht nur den Banner, sondern auch die Textbausteine für die Datenschutzerklärung. Das ist bequem und die häufigste Falle zugleich: Ein erzeugter Text ist ein Entwurf, kein geprüftes Dokument.

Der Test, der die Entscheidung abnimmt#

Egal welches Plugin — prüf nach der Einrichtung, ob wirklich nichts vorher lädt. Das ist in zwei Minuten erledigt und deckt mehr auf als jeder Vergleich:

  1. Seite im privaten Fenster öffnen, Banner nicht anklicken.
  2. Entwicklerwerkzeuge öffnen, Reiter Netzwerk.
  3. Seite neu laden und die Liste der Verbindungen ansehen.

Steht dort google-analytics.com, fonts.googleapis.com oder youtube.com, bevor du zugestimmt hast, blockiert dein Plugin nicht — es blendet nur ein Fenster ein.

Denselben Test macht unser Datenschutz-Check automatisch: Er lädt die Seite wie ein Browser und protokolliert jede Verbindung, die dabei entsteht.

Die drei Fehler, die nach der Installation bleiben#

Der Seitenbaukasten lädt weiter Schriften. Elementor, Divi und andere binden Google Fonts eigenständig ein, oft außerhalb dessen, was das Consent-Plugin sieht. Abstellen lässt sich das meist in den Einstellungen des Baukastens — und danach lohnt der Test von oben erneut.

Der Cache liefert die alte Fassung aus. Ein Caching-Plugin kann eine Seite ausliefern, die vor der Banner-Einrichtung erzeugt wurde. Nach jeder Änderung am Consent-Plugin: Cache leeren, dann prüfen.

Das Ablehnen ist schwerer als das Zustimmen. Alle drei Plugins lassen sich so konfigurieren, dass „Alle akzeptieren" farbig hervorsticht und „Ablehnen" ein grauer Link ist. Das ist der am häufigsten beanstandete Punkt überhaupt, und es ist eine Einstellung, keine Eigenschaft des Plugins.

Und die Frage davor#

Welches Plugin du nimmst, entscheidet sich leichter, wenn die Liste der Dienste kürzer ist. Jeder Dienst, den du abstellst, macht den Banner kleiner — Schriften lokal ausliefern, Karten durch ein Bild ersetzen, Videos erst auf Klick laden. Was danach bleibt, passt bei den meisten Seiten in jede kostenlose Fassung.

Die einzelnen Dienste und was sie übertragen: Übersicht zur DSGVO-Serie. Wann ein Banner überhaupt Pflicht ist: Cookie-Banner: wann er Pflicht ist und wann nicht. Was die kostenlosen Fassungen taugen: Cookie-Banner kostenlos.

Der ehrliche Schluss#

Wir haben diese drei Plugins nicht über Monate parallel betrieben. Die Einordnung beruht darauf, was sie technisch tun — vorab blockieren oder nicht, eigene Skripte erweiterbar oder nicht. Funktionsumfang und Preise ändern sich mit jeder Version.

Und das ist keine Rechtsberatung. Ein richtig eingerichtetes Plugin ist die technische Hälfte der Antwort; die andere hängt davon ab, was du verarbeitest und warum.