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Schema-Markup testen: welches Werkzeug was prüft

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Dein strukturiertes Markup ist gültig, das Werkzeug zeigt grün — und in der Suche erscheint trotzdem kein Sternchen, kein Preis, kein Aufklapper.

Kein Widerspruch. Es gibt drei verschiedene Fragen, und die üblichen Werkzeuge beantworten nur je eine davon.

Die drei Fragen#

1. Ist das Markup syntaktisch gültig? Also: hält es sich an die Vokabeln von schema.org?

2. Erfüllt es die Anforderungen für ein bestimmtes Suchergebnis? Google verlangt für jede Darstellungsform eigene Pflichtfelder, die über schema.org hinausgehen.

3. Wird es tatsächlich angezeigt? Das entscheidet Google und niemand sonst.

Welches Werkzeug welche Frage beantwortet#

Der Schema-Markup-Validator (schema.org) beantwortet Frage 1. Er prüft gegen das Vokabular, herstellerneutral. Er sagt nichts darüber, ob Google damit etwas anfangen kann — und er meckert auch nicht, wenn ein für Google nötiges Feld fehlt.

Der Rich-Results-Test (Google) beantwortet Frage 2. Er nennt die erkannten Typen und die Pflichtfelder, die fehlen. Er prüft nur die Typen, für die Google überhaupt eine besondere Darstellung anbietet — findest du dort deinen Typ nicht, heißt das nicht, dass er falsch ist, sondern dass Google ihn nicht besonders darstellt.

Der Bericht in der Search Console kommt Frage 3 am nächsten. Er zeigt, was Google auf deinen Seiten tatsächlich gefunden hat, mit Fehlern und Warnungen, über die Zeit. Er hinkt hinterher, weil er auf gecrawlten Daten beruht.

WerkzeugPrüftPrüft nicht
Schema-Markup-ValidatorVokabular, SyntaxGoogle-Anforderungen
Rich-Results-TestPflichtfelder je Darstellungob es angezeigt wird
Search Consolewas Google gefunden hatdie aktuelle Fassung

Für den Alltag heißt das: beide Einzeltests, nicht einer. Der Validator fängt Tippfehler im Vokabular, der Rich-Results-Test die fehlenden Google-Felder. Keiner der beiden fängt beides.

Der Unterschied zwischen Warnung und Fehler#

Im Rich-Results-Test bedeutet:

  • Fehler — ein Pflichtfeld fehlt. Die Darstellung ist damit ausgeschlossen.
  • Warnung — ein empfohlenes Feld fehlt. Die Darstellung ist möglich, aber weniger reichhaltig.

Warnungen abzuarbeiten ist selten die beste Verwendung von Zeit. Fehler dagegen sind hart: Solange einer steht, passiert nichts.

Die vier häufigsten Befunde#

Das Markup steht auf einer anderen Seite als geprüft. Klassisch bei Kategorieseiten, die das Markup ihrer Artikel mit ausliefern. Prüfe die Adresse, die auch in der Suche stehen soll.

Es wird erst per JavaScript eingefügt. Dann sieht es der Live-Test von Google, aber der gecrawlte Stand womöglich lange nicht. Wie man den Unterschied sieht, steht in Die URL-Prüfung der Search Console lesen.

Es widerspricht dem sichtbaren Inhalt. Ein Preis im Markup, ein anderer auf der Seite. Das ist nicht nur wirkungslos, sondern ein Verstoß gegen die Richtlinien für strukturierte Daten — und die einzige Kategorie, in der man sich mit Markup tatsächlich schaden kann.

Mehrere Plugins schreiben dasselbe doppelt. Bei WordPress der Regelfall, sobald zwei SEO-Erweiterungen nebeneinander laufen. Der Validator zeigt dann zwei Objekte desselben Typs; Google sucht sich eines aus, und meist nicht deines.

Was Markup nicht ist#

Es ist kein Rankingfaktor in dem Sinne, dass mehr Markup weiter oben landet. Es beeinflusst die Darstellung — und über die Darstellung die Klickrate.

Und selbst bei fehlerfreiem Markup entscheidet Google fallweise, ob eine besondere Darstellung erscheint. Es gibt keinen Anspruch darauf, auch nicht mit perfekt gefüllten Feldern. Der Rest der technischen Basis steht in On-Page-SEO-Grundlagen; einen Überblick über den eigenen Stand gibt der SEO-Audit.

Die Reihenfolge, die Zeit spart#

  1. Rich-Results-Test mit der Live-Adresse. Fehler abarbeiten, Warnungen notieren.
  2. Validator, wenn der Rich-Results-Test den Typ gar nicht kennt — dann prüfst du wenigstens die Syntax.
  3. Search Console, zwei Wochen später. Erst dort steht, was Google im laufenden Betrieb sieht.

Schritt 3 wird am häufigsten übersprungen, und er ist der einzige, der die Frage beantwortet, die man eigentlich hatte.